Aktuelles

Veranstaltungshinweise:

Zinneberger Frühjahrssingen, 7. April 2017, 19.30 Uhr

Mitwirkende:

Bairer Soatnmusi, Geschwister Schabmair, Geschwister Ertl ,

Boarische Almmusi

Sprecherin:

Sr. M. Christophora Eckl

 

Zinneberger Frühlingsmarkt, 9. April 2017 von 12 - 17 Uhr,

anschl. Meditation zur Karwoche in der Zinneberger Klosterkirche

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"Was kostet das Leben?" - Projekt zum selbständigen Wohnen, durchgeführt und nachfolgend dokumentiert von den Kolleginnen der teilbetreuten Wohngruppen

Manchmal klaffen Traum und Realität weit auseinander! Um dem auf die Spur zu kommen, veranstalteten die Kolleginnen einer unserer teilbetreuten Wohngruppen ein vierwöchiges Projekt zum Thema "Was kostet das Leben?". Wohnen stand im Mittelpunkt dieser Frage. Jede Woche beschäftigten sich die Jugendlichen unter Anleitung der Betreuerinnen zunächst mit der Frage wie: Was brauchst Du alles für eine Wohnung? (anhand eines Grundrisses). Wer macht das nicht gerne? Gedanklich eine Wohnung einrichten ist wunderbar. Die Herausforderung ist es, an wirklich alles zu denken. Erst allmählich wurde den "Innenarchitektinnen" bewusst, dass es neben Sofa, Fernseher, Teppich und Bett, auch Geschirr, Handtücher braucht. Spülmaschine? Na klar! Waschmaschine? Die hätte man beinahe vergessen - gehört die nicht automatisch bei einer Wohnung dazu? Und weil man sich eben auch wohlfühlen muss, gehören auch Dekoartikel, Lampen...und ein Hund bzw. eine Katze dazu. Die zweite Frage dieses Abends war schließlich: Schätze, wieviel die einzelnen Artikel kosten?

Der Realitätscheck fand dann im großen schwedischen Möbelhaus statt. Mit der Wunschliste bewaffnet, stellte sich bald heraus: "Mission impossible"! Knallhart wurden die Einkaufslisten gekürzt. "Du hattest doch auch einen Schuhschrank aufgeschrieben?" - vorsichtig von einer Pädagogin gefragt. "Brauch ich nicht!" die knappe Antwort. Spätestens bei den Betten hatten alle Jugendlichen die Preisschilder fest im Blick. Die Auswahl wurde schnell beschränkt. Man braucht schließlich kein Boxspringbett, um gut schlafen zu können. Einen Esstisch? Ja, aber es mussnicht gleich einer für eine Großfamilie sein. Die kann noch warten und entsprechend auch das "Geschlossen-zum-Essen-Kommen".

Für was braucht es denn noch so alles Geld? Das war die dritte Frage am dritten Abend des Projektes. Welche Kosten kommen im Monat auf einen zu? Miete, Nebenkosten, Strom GEZ, Versicherungen, Internet, Telefon, Fahrkarten, Lebensmittel...und ein bisschen Spaß möchte man doch auch noch haben. Wir haben Wohnungsanzeigen entschlüsselt (Was bitte heißt z.B. MM? Nein, nicht München-Milbertshofen, sondern Monatsmiete). Welche Unterlagen muss man zu einer Besichtigung mitbringen? Wir stellten anhand einer Mietübersicht fest: München ist ein s..teures Pflaster und deshalb: das mit der großen, zentralen Wohnung dürfte schwierig werden, einschließlich Stadtrand und S-Bahnabindung. Wie war das nochmal mit den Nebenkosten? Einige Stunden Recherche und viel Rechnerei und dann war die Übersicht fertig: eine Stunde TV kostet im Schnitt 5,2 Cent, eine Handyakkuladung 70 Cent, 5 Minuten Duschen ca. 1,50 €. Es entstand schließlich die Idee, einen Monat lang zu notieren, wie lange sie Fernseh schauen, duschen, waschen etc.

Ergebnis dieser Zukunftsplanung: Die Jugendlichen erkannten mit Erleichterung, dass sie in den Wohngruppen "selbstverständlich" manches zur Verfügung haben. Vielleicht ist damit künftig ein Mehr an Wertschätzung dieser Dinge gegeben. Mancher Wohntraum wird realistischer gesehen. Ein messbarer Erfolg ist, dass wir Betreuer fassungslos von einer Jugendlichen getadelt wurden, warum wir in Gottes Namen ein altes, ausgeblichenes, leicht angeschlagenes Geschirr "einfach so" wegwerfen wollen. "Ich behalte das! Dann ist zumindest schon ein Teil der Aussteuer für die erste Wohnung gesichert!" Geerdete Träume!

 

"Unsere Welt ist kunterbunt!" - Kindersegnung in der Kinderkrippe

Symbolische Weltkugeln in unterschiedlichen Farben, beklebt mit unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und auch mit den Kindern und KollegInnen der Kinderkrippe in Zinneberg. Jeder fand sich wieder auf den Bildern, die vor dem Altar bunt gemischt von den Kindern niedergelegt wurden. "Ich und du, du und ich", ein Lied von Rolf Krenzer und Detlev Jöcker wurde dazu gesungen, um allen klar zu machen - Kinderkrippe "Guter Hirte" heißt für jeden und immer "Herzlich Willkommen"

Pfarrer Schönhuber von Glonn fand die richtigen Worte für die Kleinen und die Großen. "Gott will eine bunte, frohe, friedliche Welt. Er liebt jeden gleich! Und dass es für uns einfacher ist, das zu begreifen, hat er seinen Sohn auf die Welt geschickt - Jesus. Er lebte uns diese Freundschaft, diese Liebe vor!"  Lieben Dank den Kolleginnen um dem jungen Kollegen der Kinderkrippe, die die Kinder wie immer sehr achtsam und liebevoll auf diese Feier vorbereiteten und statt weiterer Worte die  Strofen des Liedes "Die Welt ist kunterbunt":

Ob schwarz und gelb, ob weiß und braun, das macht uns doch nichts aus. Ob groß und klein, ob dick und dünn, hier sind wir all zuhaus. Du siehst ganz anders aus als ich. Und stehn wir Hand in Hand, die schwarze in der weißen Hand, macht uns erst interessant. Ref:

Ich und du, du und ich, dass wir uns gut verstehn, ich und du, du und ich, das kann jeder Mensch doch sehn. Ich und du, du und ich das merkt gleich jedes Kind, ich und du, du und ich, dass wir beste Freunde sind.

Kommst du weit her aus Vietnam und du aus der Türkei, aus Indien oder Afrika, da ist doch nichts dabei. Dass jeder Mensch ganz anders ist, ist für uns alle gut, denn es kommt immer darauf an, was man zusammen tut. Ref.

So viele Blumen, wie ihr wisst, auf jeder Wiese stehn. Dass jede Blume anders ist, macht erst die Wiese schön. Dass wir auch später uns verstehn, das wünscht sich jedes Kind, dass wir, wenn wir erwachsen sind, noch immer Freunde sind. Ref.

Sei gesegnet bedeutet "Es soll Dir gut gehen, kleiner Erdenbürger!"

Wanderroman?? , Federsammler??? - Projektunterricht, Klappe die zweite!

Was ist denn bitteschön ein Wanderroman? Eine Geschichte entsteht im Erwandern einer Umgebung. Ein Schloss ist dafür hervorragend geeignet mit seinen Ecken, Kellern, Geheimnisse, die man zumindest hinter Türen und Fenstern wittert. Die Berufsintegrationsklassen bauten dieses Projekt in ihren Deutschunterricht mit ein. Zusammen mit Lehrkräften und drei Referentinnen der Universität Jena und Erfurt, die das Projekt  leiteten, waren 25 Schülerinnen und Schüler im Schlossgelände drei Tage unterwegs, um Geschichten zu "sammeln". Dieses Projekt trägt den Namen "Federsammler". Kleine symbolische Federn sollen im "Erwandern", im Erleben und Erfahren von Orten gesammelt und zu einer Geschichte Zug um Zug zusammengefügt werden. Hintergrundinformation zu Geschichte, Bedeutung inklusiv.

Die Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Nationen fanden "Federn" z.B. im historischen Jagdsaal, im Vestibül des Schlosses, in der Schreinerwerkstatt, im Zinneberger Klosterladen usw. Fantasiefiguren und realistische Figuren wurden dazu erfunden und eine Geschichte daran geknüpft. Diese musste geschrieben, grammatikalisch richtig in Form und dann auch im Rahmen einer Dichterlesung zum Besten gegeben werden - vor Publikum versteht sich.

Dieses Projekt wird unterstützt von Horizonte e.V.  und dem Kulturfond des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst. Duchgeführt wird es  von Referenten des Vereins "dieKunstBauStelle e.V.". Der Verein fungiert als Träger des Projektes in Kooperation mit Schloss Zinneberg. Diese und ähnliche Aktionen verstehen sich als kulturschaffgende Maßnahme und damit als eine außerschulische Ergänzung zum Unterricht und der sozialpädagogischen Begleitung der jungen Migranten auf Schloss Zinneberg.  

Die Federsammler sollen voraussichtlich noch ein zweites Mal in Zinneberg zum Sammeln ausschwärmen.. Übrigens: Der Wanderroman heißt "Fietje und Arti auf Schloss Zinneberg!" Wie gesagt, er ist noch nicht fertig, aber so viel darf verraten werden: ein sprachtalentierter Papagei, dem sämtliche afrikanische Dialekte sowie das Bayerische einfach so "zufliegen" steht im Mittelpunkt.

Licht und Schatten - Projektunterricht

Das Leben hat Licht und Schatten - eine alte Weisheit! Diese wurde nicht nur unmittelbar erfahrbar durch die Methode, die im  Unterricht bei den Flüchtlingsklassen angewandt wurde, sondern auch durch die Themen, die damit behandelt wurden. Spracherwerb ist mit das A und O des Unterrichts in unseren Berufsintegrationsklassen. Damit verbunden jedoch auch die Einführung in die verschiedenen Lebenswelten unserer Gesellschaft,  die Forderungen und Werthaltungen, die mit einem Leben in unserem Land einhergehen.

So sollten die Jugendlichen  Begriffe wie "Verantwortung", "Fürsorge", "Zuverlässigkeit", "Zusammenarbeit", "sich unterstützen" usw. lernen, d.h. diese von ihrer Bedeutung her erfahren/begreifen. Dazu dienten das Unterrichtsgespräch und dann das Ersinnen einer Geschichte zum jeweiligen Begriff. Anhand von Fotografie und einer besonderen Lichttechnik wurden diese Geschichten dann in Bilder bzw. in einen Kurzfilm umgesetzt. Sich um etwas/jemanden sorgen bringt viel innere Zufriedenheit mit sich, heißt aber auch u.U. Mühe, über denen eigenen Schatten springen, Anstrengung. Wo viel Licht, da viel Schatten! Dies erfuhren die SchülerInnen auf diese Weise sehr praktisch, anschaulich. Der Inhalte der Begriffe kam ans Licht im wahrsten Sinne des Wortes! Herzlichen Dank den verantwortlichen Lehrkräften sowie dem Zinneberger Förderverein für die Untestützung bei diesem Projekt!

          

"Ich freue mich, wenn ich eine schöne Blume sehe.Ich habe Freude an der Natur.  Ich muss mich um die Blume kümmern. Ich muss sie gießen. Ich übernehme Verantwortung. Die Blume braucht meine Fürsorge und sie braucht Sonne."

      

"Ich muss  vertrauen, dass das Wetter mithilft. Das kann ich nicht machen. Ich vertraue, dass meine Blume Regen bekommt. Ich muss für sie sorgen, meine Arbeit gut machen und vertrauen."

"Dann habe ich lange Freude, wenn ich die Blume pflücke. Sie ist schön aufgeblüht."

 

Gourmets! - Wohngruppe feiert Gruppenfest der anderen Art

  Die Wohngruppen auf Schloss Zinneberg tragen einen Namen. Sie heißen "Martin" (nach dem Heiligen Martin von Tours), "Rosa-Virginia" (nach dem Taufnamen der Ordensgründerin der Schwestern vom Guten Hirten), "Angela" (weil jeder Mensch zur rechten Zeiten einen Engel braucht) und "Bernadett" (nach der französischen Heiligen, die in Lourdes/ Frankreich besonders verehrt wird). Genau diese letzt genannte Gruppe feierte, zwar völlig zeitversetzt, ihr Gruppenfest mit einem perfekten Dinner!!! Es war ein Abend für Gourmets. Was sich Jugendliche und Betreuerinnen in wochenlanger Vorbereitung ausgedacht  und perfekt umgesetzt haben, war eine Meisterleistung. Gemeinsam wurden Rezepte herausgesucht, abgewandelt, Tischdeko hergestellt, Benimmregeln für die Begrüßung und Bewirtung der Gäste überlegt, ein gemeinsames Outfit kreiiert, Einladungskarten geschrieben. Und dann war es so weit: Für 35 Gäste kochten die 9 Jugendlichen und ihre 5 Betreuerinnen. Sushi, Cevapcici, winterliches Tiramisu, Nudelsuppe mit asiatischem Flair, herrliche Brotaufstriche mit frischem Baguette - alles geschmacklich wunderbarund mit Charme und Chic serviert. Natürlich durfte auch der Aperitif zur Begrüßung nicht fehlen. Wie es sich für Profis gehört, sollten die Gäste am Ende Dinners Speisen und Präsentation bewerten. Ein Interview mit Gästen und das Drehen eines Kurzfilmes rundeten das Fest ab - man will diese Idee schließlich der Nachwelt erhalten. Gratulation diesen Spitzenköchinnen und diesem Team, das das Beste nicht nur aus dem Kühlschrank herausholte, sondern vor allem,  was sie aus dem "Schrank" Zusammenarbeit und Förderung der Jugendlichen zauberten. Bernadett, die Französin und damit sicherlich auch himmlische Fachfrau für Geschmack, wird stolz auf ihre irdische Truppe gewesen sein!

     

Perfektes Team!! Perfektes Dinner!!! Perfekte Aufräumaktion!!!

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Der Menschheit dienen! - KIDZ = Karawane in die Zukunft wieder unterwegs!

Gleich vorweg: Machen Sie sich die Mühe und lesen Sie den langen Text. Leben und seine Möglichkeiten sind wunderbar, wenn auch manchmal schwer verständlich zu machen.

Nach dem Farbenprojekt im November 2015, dem Fest der Nationen/ Spiel ohne Grenzen im Juli 2016 und zahreichen kleinen Elementen in verschiedenen Unterrichtseinheiten im Rahmen von Deutsch als Zweitsprache (DAZ), setzte sich die "Karawane" mit einem erneuten Meilenstein Richtung Zukunft in Bewegung. Zunächst nochmals zur Auffrischung: Was hat es mit dieser "Karawane in die Zukunft" auf sich?

DAZ-Lehrkraft auf Schloss Zinneberg, Stephan Reischl, hat dieses Konzept entwickelt. Es basiert auf einem umfassenden Bildungsverständnis. Durch den Einsatz von kulturpädagogischen und kunstpädagogischen Elementen soll zum Einen die deutsche Sprache erlebbarer und durch eigenes Tun erfahrbar werden. Unterichtseinheiten, die z.B. Rollenspiel, Pantomime,  als Methode anwenden (z.B. Frieden, Zukunft, Beruf) machen Sprache plastischer, können die dahinter liegenden Haltungen, Werte verständlicher machen. In Workshops werden einzelne dieser Unterrichtseinheiten inhaltlich aufgegriffen und wieder vertieft durch zusätzliche kreative Bausteine - wie  ein Thema konkreter erarbeiten durch Gesprächsrunden, ergänzt durch Elemente wie Theater, Dichten, kreatives Gestalten.  In einer abschließenden Präsentation werden die Ergebnisse zusammen gestellt und vorgeführt und ggf. im Unterricht wieder aufgegriffen. 

Zum Anderen geht dieses Konzept ganz zentral vom Integrationsgedanken und vom Inklusionsgedanken aus. In den Workshops geht es darum, Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zusammen zu bringen. Im miteinander Tun soll Kennenlernen stattfinden, Vorurteile abgebaut, Verständnis füreinander und von einander lernen gefördert werden. So praktiziert bei den Zinneberger KIDZ-Projekten im vergangenen Schujahr, als Mittel- und Berufsschüler aus 10 Nationen gemeinsam am Werk waren.

Dank der Unterstützung und Initiative von Horizonte e.V./GRASS 21 und seines  Vorsitzenden Felix Aschauer, konnte das KIDZ-Projekt nunmehr andocken an einer länderübergreifenden Aktion und mit einem neuen methodischen Element "die Karawane" erneut in Bewegung setzen. 29 Jugendliche und junge Erwachsene waren 8 Tage (von Sonntag bis Sonntag) zusammen aktiv zum Thema "Zukunft". Stephan Reischl konnte über Verbindungen zur Aktion "Deutsch-Türkische-Jugendbrücke" (u.a. gefördert vom Auswärtigen Amt), die die gesamt Aktion mitfinanzierte, eine Gruppe von SchülerInnen aus Antalja gewinnen, die an dem Projekt teilnahmen. Hinzu kamen eine Schülergruppe der Realschule Ebersberg sowie 11 Schüler von den von Zinneberg betreuten Berufsintegrationsklassen für Flüchtlinge. Um diese Idee umsetzen zu können und gleichzeitig ein weiteres Lernziel, nämlich das des verantwortungsbewussten Umangs mit Medien, zu erreichen, fanden Reischl und Aschauer in Dagmar Boeck-Siebenhaar, Dozentin am Lehrstuhl für Medienforschung und Gestaltung der Freien Universität Berlin eine kompetente Partnerin. Zusammen mit vier StudentInnen begleitete sie das Projekt. Anhand moderner Medien und Mediengestaltung sollte die Thematik "Zukunft" selbständig von dern SchülerInnen erarbeitet und szenisch umgesetzt werden.

"Karawane in die Zukunft" - Auf junge Menschen vertrauen!

Die Leitsprache in diesen 8 Tagen war übrigens deutsch, englische und türkische Übersetzung nur in Ausnahmefällen - "wenn gar nix mehr ging!". 8 Tage arbeiteten die SchülerInnen zusammen, entwickelten Themen wie Zukunft und Miteinander in der Gesellschaft, Zukunft und Arbeit, Zukunft und Technik, diskutierten miteinander z.B. über die Frage, ob der Mensch der Zukunft noch einen Bezug zur Wirklichkeit hat oder nur "bewaffnet" mit Handysticks und Tablet seine Umwelt wahrnimmt. Sie setzten diese und andere Diskussionen szenisch um, mussten dazu Notizen machen und erprobten sich schließlich im Filmen, bis dann eine eigene Internetplattform mit verschiedenen Kurzfilmen zu den einzelnen Themen entstand.

Aber nicht nur das: es entwickelten sich vor allem offene, ernsthafte Gespräche untereinander, Wertschätzung füreinander,  ja sogar Freundschaften und "der Türke", "der Flüchtling", der Deutsche" hatten plötzlich "Gesichter"!!!! So war auch das Resume der Studenten und Dagmar Boeck-Siebenhaar, die die eigentliche Plattform nicht im Internetauftritt sahen, sondern in der Tatsache, dass in diesen 8 Tagen eine Plattform der Menschlichkeit, des Friedens greifbar und spürbar war.  Jeder der Teilnehmer erhielt ein Zertifikat der Freien Universität Berlin für die Teilnahme an diesem Projekt, was alle mit sichtlichem Stolz erfüllte. 

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Gratulation den SchülerInnen, Dagmar Boeck-Siebenhaar und den StudentInnen der FU Berlin

 und Applaus den Initatoren, Stephan Reischl und Felix Aschauer

Die abschließenden Kurzfilme, in denen jeder Teilnehmer seine Zukunftssehnsucht formulierte, machte es deutlich: die Sehnsucht nach einem glücklichen, friedlichen, schöpferischen Leben macht nicht nicht Halt vor Nationen! Ein türkisches Mädchen formulierte es so: Ich möchte mit meinem Leben der Menscheit dienen!

Interesse geweckt?? - dann schauen Sie nach unter www.K-I-D-Z.com

PS: Wussten Sie, dass es in der Türkei am 24.11. den "Tag des Lehrers" gibt, an dem die Schüler ihrem Lehrer die Ehre erweisen?! Wir wissen es nun und finden das eine tolle Idee. Freilich würden wir Zinneberger diesen Tag erweitern auf alle, die im Betreuungs- und Erziehungs- und Ausbildungsdienst stehen.

 

Ein Elfchen?! - Leitbildschulung 2016

Weit gefehlt wer meint, es handle sich hier um einen Feentanz im Mondschein oder ein kleines Gespenst im Schlosspark. Ein Elfchen stammt aus dem Bereich der Literaturwelt, ja gilt mittlerweile als eine durchaus anerkannte Literaturgattung. Die Kunst ist, aus 11 Worten ein aussagekräftiges "Werk" zu kreieren. Was das Ganze mit der Leitbildschulung im Mutterhaus der Schwestern vom Guten Hirten in Frankreich zu tun hat?? Eine Menge, denn eine Aufgabe war es unter vielen, mit dieser Methode kurz, knackig, bündig und doch leicht wie ein "Elfchen" etwas über den ein oder anderen Leitbildgrundsatz auszusagen, so z.B. zum Thema Strukturen. Ein Leitbildgrundsatz lautet: in unseren Einrichtungen achten wir auf Strukturen, die dem Einzelnen und Teams Orientierung geben und sie befähigen, den Arbeitsauftrag optimal zu erfüllen. Ein Elfchen dazu könnte heißen

Strukturen

in Einrichtungen

Verfahren und Richtlinien

in Verbindung  mit Kreativität

Schöpfung

            

Warum eine ernste und wichtige Managementthematik nicht in eine leichte "elfchenhafte", kreative  Struktur verpacken??!!! Thema der Leitbildschulung: "M.E.-Reisen! Grenzenlos unterwegs!" Die Zinneberger packten es ganz bildlich an und reisten mit eigenem "Reisebus"

35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Deutschen Ordensprovinz der Schwestern vom Guten Hirten, davon 11 Kolleginnen und Kollegen aus Zinneberg machten sich vom 25.Nov.  bis zum 2. November 2016 auf den Weg nach Frankreich, um dort nicht nur  Elfchen zu dichten, sondern vor allem, um  am Ursprungsort Leben und Werk der Ordensgründerin, Maria Eufrasia Pelletier (1796 - 1868) kennen zu lernen und ihre Leitsätzte zu studieren, nach denen sie ihr weltweites Unternehmen führte. Sie verstand es auf hervorragende Art und Weise den Auftrag, ganzheitlicher Einsatz für Mädchen, Frauen und Jugendliche,  in gute Strukturen zu packen in Form von Konzepten, Verfahren für gutes Miteinander, Hinweisen für den Alltag usw.. Mit der Forderung nach einem hohen Verantwortungsbewusssein, dem Auftrag, sich stets an Zeit und Situation zu orientieren, der Philosophie, dass hinter allem ein Gott, ein Guter Hirte, steht, der ein Freund des Lebens ist und mit der Forderung, im Zusammenwirken als Dienstgemeinschaft die Wertschätzung, das gegenseitige Vertrauen und die Toleranz hoch zu halten, setzte sie Maßstäbe für ihre Häuser. Sie haben bis heute Gültigkeit und wollen lebendig gehalten werden. Eine Form dazu sind die Leitbildschulungen, die sowohl in den Einrichtungen der Schwestern vom Guten Hirten stattfinden als auch alle zwei Jahre im französischen Mutterhaus in Angers. Heuer stand die Leitbildschulung unter dem Motto "M.E.-Reisen! - Grenzenlos unterwegs". Diese Thematik bot sich an, weil Maria Eufrasia einmal sagte: "Was mich betrifft, möchte ich nicht mehr Französin genannt werden. Ich bin Deutsche, Engländerin, Afrikanerin, Italienierin... Ich bin überall zuhause, wo es Menschen zu retten gibt." Ist dieser Satz gerade heutzutage nicht symbolhaft?!

        

Warum nicht mal den Himmel auf die Erde holen, d.h. einen Regenbogen, als Zeichen der Hoffung? In der Leitbildschulung war das möglich, so wie auch für die Ordensgründerin vieles scheinbar Unmögliche möglich war. Dazu gehörte auch der Kauf der Abtei von St. Nicola, um den Jugendlichen im 19. Jhd. einen guten Ausbildungsplatz zu ermöglichen! Maria Eufrasia dachte und handelte in Elfchen - Herz und Verstand ausgerichtet auf Wesentliches....und damit Hoffnung in den Alltag bringend!

Leitbildschulung

Wunderbare Erfahrung

Maria Eufrasia Pelletier

Auftrag gilt bis heute

Herausforderung

Über 2/3 der Zinneberger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte an einer solchen Schulung in Frankreich schon teilnehmen. Darauf sind wir stolz, vor allem aber darauf, dass die Grundsätze der Ordensgründerin in Zinneberg im Alltag erfahrbar- und sichtbar sind, dass diese, sagen wir, wie Elfchen in Herz und Verstand der Kolleginnen und Kollegen sich eingefügt haben.

Strandspaziergang auf Norimoutier, der Geburtsinsel der Ordensgründerin! Und das bei einer Managementschulung?! Ja, genau das, weil einem niemand verbieten kann, die Ernsthaftigkeit, die Professionalität und die Zuverlässigkeit unserer Arbeit mit wahrlich elfenhafter Leichtigkeit zu verbinden!

Unternehmensführung

Hohe Fachlichkeit

Klare, erfolgweisende Richtlnien

Orientiert am gesellschaftlichem Bedarf

Liebe

 

 

Startschuss!

Der September läutete ein neues Kinder- und Jugendhilfejahr ein, inclusive Schulbeginn,  inclusive neuer Herausforderungen und inclusive einiger so genannter "Events" neben dem Alltag her.

"Ich packe in meine Schultüte......" - Thema des diesjährigen Schuljahresanfangsgottesdienstes! Was packen Sie alles ein, auch wenn Sie nicht mehr zur Schule gehen?? Welche Vorsätze, Träume??? Man lernt überigens nie aus und ist entsprechend nie zu alt für eine Schultüte!

 

Die Einführungswoche für die Azubis gehört mittlerweile zum festen Bestandteil. Eine Woche werden "die Neuen und die Alten", die sich auf die Ausbildungsreise begeben in verschiedene "Geheimnisse" eingeweiht: angefangen vom Kennenlernen fast sämtlicher Winkel und Ecken des Schlosses, über Hygienemanagement, "Benimm", bis hin zum gemeinsamen Kochen zusammen mit allen Ausbildern. Diesmal fand in dieser Einführungswoche als, nennen wir es wieder neudeutsch, "Team bildende Maßnahme" ein Lehrlingsausflug nach Adelholzen statt. Ein interessantes Unternehmen, das Ausbilder und Azubis gleichermaßen in Staunen versetzte, was so eine MIneralwasserflasche alles in sich hat von der Planung bis hin zur Vermarktung. So konnte das neue Ausbildungsjahr mit Spritzigkeit starten!!

Das selbe gilt für unsere neuen Kolleginnen und Kollegen. Die Einführung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt traditionell auch auf das Dach von Schloss Zinneberg, denn Überblick braucht man - egal in welchem Bereich ich arbeite.

Den Überblick bekommen! - Einführung für neue Kolleginnen und Kollegen, zur Abwechslung auch über den Dächern von Schloss Zinneberg! Warum eigentlich nicht?!

Schloss Zinneberg ist in diesem Schuljahr Kooperationspartner von 4 weiteren Berufsintegrationsklassen für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Drei Klassen sind an der Zinneberger Berufsschule untergebracht, zwei davon in Kooperation mit der Berufsschule in Wasserburg. Vier weitere Klassen sind ausgelagert in Grafing. MitarbeiterInnen von Schloss Zinneberg kümmern sich um die Bereiche Deutsch als Zweitsprache und die sozialpädagogische Begleitung mit Zielrichtung berufliche Integration. Wie immer ein spannendes Unternehmen, das nicht minder die Spritzigkeit im Sinne von Flexibilität, "Dran-Bleiben", Zuverlässigkeit und Geduld von unseren in diesen Bereichen tätigen Kolleginnen und Kollegen verlangt.

Nicht "alle Jahre wieder", sondern künftig "alle zwei Jahre wieder" findet auf Schloss Zinneberg die "Lange Nacht der Bildung" statt, auch wenn es sicherlich jährlich Bildungshungrige gäbe, die sich dieses Erlebnis auf Schloss Zinneberg nicht entgehen lassen würden. In Zusammenarbeit mit dem Kreisbildungswerk und unter der Schirmherrschaft von Herrn Landrat Robert Niedergesäß trafen sich an einem erstaunlich lauen Herbstabend (23. September) über 150 Bildungsbegeisterte. Workshops wie Percussion (Trommeln), Spirituelle Spaziergänge, Vortrag über effektive Mikroorganismen, Gemeinsamen Singen, Science Slam und vielem mehr zogen die Besucher an, abgerundet von einem Konzert in der Zinneberger Klosterkirche. Begegnung und interessante Gespräche säumten diese Angebote. Der offizielle Schluss um 24 Uhr, ware wie gesagt nur offiziell. Mittlerweile ist der Ausklang der Beteiligten KollegInnen von Schloss Zinneberg, dem Förderverein Schloss Zinneberg  und dem Kreisbildungswerk  bei einem Absacker ein "Muss" und wie formulierte Sr. Christophora Eckl, Einrichtungsleiterin Schloss Zinneberg, als die Beteiligten noch im Kreis zusammen standen und sich über den Erfolg des Abends freuten: "Das ist jetzt ein anders Kreis-Bildungs-Werk"!

                                                 

"Im Schlafe lernen" - sagen wir eher in der Nacht - Lange Nacht der Bildung auf Schloss Zinneberg!

Es "brandnerte" auf Schloss Zinneberg schon wieder! Keine Sorge: auch wenn hin und wieder - Gott sei Dank umsonst- die Feuerwehr bei Fehlalarmen ausrücken muss, dieses "Brandnern" hat nichts mit Brennen zu tun, sondern meint die fast schon legendäre Zinneberger Aufführung des "Brandner Kaspars". Zum 10. Mal wechselten fast 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einige Freunde des Hauses sowie eine Abordung der Glonner Musi und diesmal verstärkt durch die Bergangerer Goaßlschnalzer ihr "Alltagsgwand" und ihre Alltagsrolle und schlüpften in die Welt des Theaters. Fast 3000 Zuschauer sahen nunmehr dieses Stück, das anlässlich des 1010jährigen Jubiläums von Schloss Zinneberg im Mai 2015, zum ersten Mal aufgeführt wurde. Dabei sollte es bleiben, aber die Nachfrage ließ es anders kommen. Es soll Besucher geben, die sahen das Stück bei uns schon zum drittenmal und wurden auch dann nicht müde zu fragen: "Wann spuits ses wieder?!". Ohne große Werbung, ohne Plakate und ohne Vorverkaufsstellen waren die Karten für die vier Vorstellungen im Oktober 2016 schon seit drei Monaten ausverkauft. Wie auch bei den anderen Vorstellungen: es war wieder sensationell, was hier geboten wurde. Ohne einem Anflug von Größenwahn zu verfallen: dieses Stück kann mit Aufführungen von so genannten Profibühnen  leicht mithalten - sowohl von der schauspielerischen Leistung her, von der Inszenierung (die wieder neue Elemente mit aufnahm wie Goaßlschnalzer, einen musikalischen Wettstreit zwischen Mozrart und Bach), von der Beleuchtung und Bühnenbild her. Wer ein krachledernes Spektakel erwartete,  wurde wieder enttäuscht: bei allem Humor, das dieses Stück kennzeichnet, uns Zinnebergern war es immer wichtig, den Zuschauern Stil zu bieten, ihnen  und auch uns selbst etwas mitzugeben über den Sinn des Lebens und auch dem "Dannach".

Der Brandner Kaspar hat sich mit diesen Vorstellungen im Oktober von Zinneberg verabschiedet. Irgendwann muss auch Schluss sein, auch wenn viele schon wieder anfragen, wann die nächsten Aufführungen sind. Am Münchner Residenztheater wurde das Stück 25 Jahre gespielt. Wir belassen es bei wunderschönen, interessanten und für uns als Dienstgemeinschaft einmaligen 1 1/2 Jahren. Wir müssen ja wieder mal was arbeiten! Dank Eich schee, liabe Kollegen und Kolleginnen für diese phantastische Erfahrung mir Euch!!!!!  Das Herz "brennt" freilich tatsächlich ein klein wenig, dass es vorbei ist, aber " es is uns dennerst aufgesetzet", wia der Boandlkramer so trefflich formuliert! PS: An alle, die ein Unternehmen leiten: Spart Euch einen teuren Unternehmensberater, spielt mit Euren MItarbeiterinnen und MItarbeitern Theater.

Pfiat Gott sagt der "Boandl", der den Brandner Kaspar doch noch den Weg ins Paradies zeigen konnte! Für uns Zinneberger war diese Theaterzeit ein Stückerl vom Paradies, kleine Talfahrten eingeschlossen!

 

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"Herzlichen Glückwünsch!" - Abschlussfeierlichkeiten

Ende Juli, das bedeutet Endspurt in in Schule, Gruppen und in der Ausbildung. Ein Abschluss muss gebührlich gefeiert werden und so auch 2016. Drei Azubis wurden im Rahmen einer Freisprechungsfeier mit einer Art "Ritterschlag" in ihr Gesellenleben verabschiedet (statt eines Säbels freilich ein Riesenkochlöffel mit Blumen geschmückt). Auch andere Jugendliche, die eine Zeit in einer Wohngruppe oder in einem anderen Jugendhilfebereich für ihr Leben gelernt haben und einen einen Schul- bzw. Jugendhilfeabschluss erreichten, wurden mit Stil und vor allem mit sehr viel Wärme und Wertschätzung verabschiedet. Herzlichen Glückwunsch allen und auch all jene, die unsere jungen Menschen auf diesem Zinneberger Lebensabschnitt umsichtig und mit Weitsicht, vor allem aber mit fachlichen und persönlichen Engagement begleiten!

           

"Eine gemeinsame Reise" - Thema der Abschlussfeierlichkeiten bei der Meditation, im Historischen Jagdsaal von Schloss Zinneberg und bei der Schulabschlussfeier! Viel Glück für die Weitereise, liebe Jugendlichen und jungen Erwachsenen!

 

"Spiel ohne Grenzen" - Fest der Kulturen

Ein angedeutetes Spielfeld, das Erinnerung an "Mensch ärgere dich nicht" weckte, bildete die einzige Begrenzung für das Spiel ohne Grenzen, ja gab das Thema des Spiels an: Spiel ohne Grenzen - ein Fest der Kulturen!  Zwei Glücksfeen, eine aus Deutschland, die andere aus Äthopien, würfelten und zig blaue, rote, gelbe und grüne "Spielfiguren" aus 14 Nationen folgten dem Würfelspiel, traten auf mit ihren Darbietungen. Sie mischten sich auf dem Spielfeld , d.h. über Grenzen hinweg und zeigten, was sie in nur wenigen Tagen und Stunden zusammen mit verschiedenen Referenten des Vereins "Kunstbautstelle" und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Zinneberg einstudiert hatten. Es gibt nur ein Wort dafür: Großartig! Über 70 Kinder und Jugendliche unserer Mittelschule und den Klassen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Zinnebergs und der Berufsschule Wasserburg lieferten am 14. Juli nicht nur eine einmalige Show sondern auch den Beweis, dass Miteinander gelingen kann. Es war eine Bildungsveranstaltung über den normalen Schulalltag hinaus. Es war Horizonterweiterung und damit Friedesnpädagogik!  Eine Woche lang wurde auf kreative Art und Weise Mit- und Füreinander geübt wurde. Dies ereignete sich beim Einüben von Stelzengehen, bei der Herstellung von Kostümen, beim Jonglieren und bei der Akrobatik. Alles musste in ein Theaterspiel eingebunden werden. Interviews und ein Film wurden zusammen gestellt, fotografiert und eine Ausstellung mit dem Titel "Gegenlicht" arrangiert. Und dann war es so weit: das Fest konnte beginnen! Zahlreiche Gäste waren gekommen, u.a. die Regierungsvizepräsidentin, Frau Maria Els, die sicherlich viele schöne Momente von dieser Veranstaltung mit nach München nehmen konnte. Sicherlich erging es auch den anderen so! Berührende, faszinierende, beeindruckende Momente gab es zahlreich! Auch beim anschließenden Mittagessen, so als z.B. als ein Junge aus Somalia unserem Koch begeistert sagte, dass es hier wie bei ihm zuhause rieche und er seinem Freund das jetzt unbedingt sagen müsste.

                      

Großes Finale! Aber das Spiel ohne Grenzen geht weiter!

Die Vorbereitung forderte von allen Beteiligten sicherlich manchen dicken Geduldsfaden und das Aushalten von Chaos zwischendring - aber das Denken und Handeln über den eigenen  Tellerrand hinaus fordert und fördert. Es braucht Mut, Einsatzbereitschaft, Mühe, Geduld, Stil und vor allem viel Begeisterung für eine großartige Idee: nämlich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen die Chancen des "Gemeinsam" und des friedlichen Miteinanders näher zu bringen! Diese Begeisterung hatten die externen Referenten als auch unsere Kolleginnen und Kollegen und all jene, die dieses Fest der Kulturen unterstützten: allen voran die Initiative GRASS 21 mit ihrem Verantwortlichen Felix Aschauer. An dieser Stelle auch ein herzliches Danke Firma TRUMA, die uns im Laufe des vergangenen Jahres für unsere Arbeit mit Flüchtlingen immer  unterstützte. Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg hat nicht nur eine eigene Klasse für Flüchtlinge sondern ist auch Kooperationspartner für Deutsch als Zweitsprache und die sozialpädagogische Begleitung für mehrere Klassen des Staatlichen Berufsschulzentrums in Wasserburg.

Der Klang der Welt ist derzeit hart, unbarmherzig, tönt nach Misstrauen und Furcht - wie gut ist es, dass es Orte gibt, wo Menschen sich gegen Angst und Sorge an Spiele ohne Grenzen wagen und die Vielfalt der Menschheitsfamilie als Anlass für ein Fest nehmen!

In diesem Sinne eine schöne friedvolle Sommerszeit!

(weitere Abschlussimpressionen s.unten, zunächst noch einige Bilder vom Fest der Kulturen)

         

Vorbereitungen, bevor das Fest steigen konnte!

       

 

      

Und los geht es! Und weiter geht es! Das Spiel ohne Grenzen - das Spiel des Friedens!

          

 

"Da Brandner unterwegs!" - Fahrt nach Oberammergau

Das ganze Ensemble samt Helfer und Helferinnen im Hintergrund, also alle, die die bisher grandiosen Aufführungen des "Brandner Kaspars"  auf Schloss Zinneberg ermöglichten, waren eingeladen und folgten "da Regie".

Ziel war Oberammergau, wo  ausnahmsweise nicht die Passion im Festspielhaus auf dem Programm stand, sondern "da Brandner" - gespielt vom Münchner Volkstheater unter Leitung von Christian Stückl. Wir waren diesmal freilich nur Zuschauer. A weng schaugn, wia de des Theater spuin! Neugierig waren wir schon! Und so ging es am 8. Juli nachmittags mit großem Reisebus Richtung "tiefstes Oberbayern", quer durch den Stau am Mittleren Ring in München und dann immer weiter hinein in die Postkartenidylle von "König Ludwig-Land". Schnell noch eine zünftige Brotzeit mitten in der Natur und dann ab Richtung Oberammergau. 65 Zinneberger fielen in das Festspieldorf ein und konnten somit mit den zahlreich anwesenden Japaner gut mithalten. Bevor es aber dann zum "Brandner" ins Festspielhaus ging, stieg die Überraschung des Tages! Auf dem Hauptplatz von Oberammergau ertönte plötzlich der Walkürenritt von Richard Wagner aus einem Lautsprecher (den einige aus dem Bus "zufällig" dabei hatten) und........"Majestät persönlich, da Kini" erschien. Ludwig II (unser Kollege Wolfgang Brand - königlich von Geburt an) im Ornat schriet zu den majestätischen Klängen durch Oberammergau mit seinem Schwan, von der anderen Seite flog Erzengel Michael (Kurt Altmann, graziös wie immer) ein - vom Volk umjubelt und bestaunt. Im Hintergrund 63 Zinneberger und Zinnebergerinnen, die ihrem König zuwinkten. Es war ein Bild nicht nur für Ihre Majestät, nein, noch drüber - für die Götter!

Die Überraschung mit diesem Flashmop war völlig gelungen. Besagte Japaner filmten, Leute standen still und winkten mit, andere raunten sich zu "eine tolle Werbung für die Ludwigfestspiele in Füssen" und keiner ahnte, dass hinter dieser Aktion 64 völlig "Brandner-Narrische" begeisterte Kolleginnen und Kollegen von Schloss Zinneberg standen. Eine Riesengaudi und Riesensach!! Ein Zinneberger macht überall eine tolle Figur, ob als Erzengel, als Ludwig II oder einfach als Kollegin und Kollege. Des hams gspannt die Oberammergauer! Und noch was: Da Zinneberger Brandner ist so richtig guat, fast hätt ich gesagt: er ko leicht mithalten mit Oberammergau! Aber Festspielhaus wird dennoch keines gebaut in Zinneberg!

Es gibt noch Karten für die Zinneberger Aufführungen am 13./14./15. und 16. Oktober (bitte, beachten: aufgrund der großen Nachfrage nur mehr Karten unter 08093-9087-11 oder empfang@schloss-zinneberg.de oder selber vorbei kommen)

Sommer is'! - Heiße Abschlussphase im Haus und darüber hinaus!

    

 Heiß!!! - aber zum Glück nur auf Probe!!! Muss sein....und macht auch irgendwie Spaß! Danke, liebe Feuerwehrleute aus der Umgebung für Euren Einsatz!

  

Graf Arco trifft regelmäßig am 1 Juli-Sonntag mit seinen Markt an! Viele Besucher, tolles Wetter und beschwingendes Abschlusskonzert!

            

Heiße Phase beim Zinneberger Fußballturnier! Da wird mit allen Mitteln gekämpft, selbst Engelsflügel! 

 "Das muss endlich mal gesagt werden!" - Schloss Zinneberg - Kooperationspartner der Erzdiözese München und Freising

Thomas Burg ist der "Gesandte" des Fachbereiches Schulpastoral der Erzdiözese München und Freising. Dieses Referat ist nunmehr schon seit einigen Jahren Kooperationspartner von Schloss Zinneberg. Es unterstützt und finanziert unterschiedlichste Schulangebote, angefangen von Impulsen für die Schulkultur über soziales Lernen, Gewaltprävention und Beratungsangeboten bis hin zu spirituellen Impulsen und liturgischen Elementen.

Konkret finanziert die Schulpastoral seit dem Schuljahr 2014/2015 an unserer Mittelschule ein Sozialtraining für Jungen im Rahmen einer Projektschiene mit, das wöchentlich zweistündig angeboten wird. Pro Halbjahr können an diesem Projekt sechs bis acht Jungen unserer Mittelschule teilnehmen. Es ist sehr erfreulich, dass wir mit dem Fachbereich Schulpastoral einen Kooperationspartner gefunden haben, dem die Verbindung von sozialem Lernen, beratender Tätigkeit und spirituellen Angeboten genauso wichtig ist, wie uns in Schloss Zinneberg in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Herzlichen Dank für diese über die Konfession hinaus erlebbare Kirche!!! Ein herzliches Danke auch Thomas Burg, der mit seinen Ideen und seinem Engagement das Schulleben bereichert!

Weitere Hinweise zum Fachbereich Schulpastoral finden sie unter www.erzbistum-muenchen/schulpastoral.de

Kirche ist vielfältig und bringt oft Licht ins Dunkel persönlicher Tiefen!

 

"Schmeckt!" - Verantwortung für und in der Schöpfung des Lieben Gottes

Ein Grundsatz der Schwestern vom Guten Hirten ist, sich einzusetzen für Gerechtigkeit und Frieden in und mit der Schöpfung. Da kann man darüber philosophieren, politische Diskussionen entfachen, an Demos teilnehmen, bei den Vereinten Nationen mitarbeiten (wie die Ordensgemeinschaft es tut als NGO im Rat für Wirtschaft und Soziales bei der UN) oder den Speiseplan einer Einrichtung ins Blickfeld rücken.

Im Rahmend es alljährlich stattfindenen Werkstatt-Tages unserer AusbilderInnen wurde beschlossen, den Versuch zu starten Zug um Zug, den Einkauf und Herstellung von Lebensmitteln nach saisonalen und regionalen Gesichtspunkten zu gestalten. Die Eigenproduktion soll noch mehr in den Mittelpunkt rücken und auch der Einkauf von biologischen Lebensmitteln. Mit unserer Bäckerei haben wir dafür bereit ein hervorragendes Beispiel, wie es gehen kann. Unsere Backwaren werden ohne jegliche Zusatzstoffe, ohne Backmischungen hergestellt - alles echtes Handwerk. Auch unser Garten ist in den letzten Jahen dazu übergegangen durch den Einsatz von effektiven Mikroorganismen, den Anbau mehr und mehr ökologische zu kultivieren. Natürlich stoßen wir auch auf Grenzen durch Verordnungen, auch durch den finanziellen Rahmen - aber wir sind auf einem guten Weg. In diesem Sinne: Künftig schmeckts regional und saisonal auf Schloss Zinneberg und auch wenn es dann nicht mehr 12 Monate hindurch Orangen und Trauben gibt und nicht jeder Apfel wie aus dem Modesalon ausschaut - es passt, weil es echter und stimmiger ist! Und einfach ist bekanntlich oft mehr!

Einfach ist oft mehr!

 

 

"Da Brandner Kaspar"

13./14./15. Oktober 19.30 Uhr und 16. Oktober 17 Uhr

Hinweis:

Wegen der großen Nachfrage gibt es derzeit nur mehr Karten am Emfpang von Schloss Zinneberg unter 08093-9087-11

Wir bitten um Ihr Verständnis! Er is einfach a so guat, dass die Karten weggenga wia warme Semmeln!

 


Früh übt sich, was ein Großer werden will! - Kinderkrippe "Guter Hirte" stellt Maibaum auf!

Wie es sich für Bayern ziemt, gehört zur bayuwarischen Frühkindpädagogik auch dazu, die Kinder mit Brauchtum vertraut zu machen - einschließlich so mancher Unsitten! Was eine Bayerin oder ein Bayer sein möchte, muss Bescheid wissen, wie das beim Maibaumauftstellen so zugeht, einschließlich des "Maibaam-Grampfelns", übersetzt des "Maibaumstehlens". Auch wenn die Maibaumräuber nicht allzu viel zum Schleppen hatten (es handelte sich eher um ein Maibaum-Steckerl, allerdings liebevoll verziehrt mit 24 Paar blauen Kinderhandabdrucken und den Symbolen der einzelnen Gruppen), die Diebe aus der Zinneberger Haustechnik und der Großküche hatten letztlich dann doch ganz schön zu tun, dass das "Grampfl-Fieber" sich nicht noch weiter im Haus ausbreitete. So wurde der Küche der Strom abgestellt, um die Maibaumwächter abzulenken, Wasserrohrbrüche wurden vorgetäuscht usw.

Die Kolleginnen der Kinderkrippe erkannten den Diebstahl zu spät und so mussten sie eine Auslöse bezahlen in Form von "Fensterputzen in der Zinneberger Werkstatt, samt Kuchen". Und auch die Zinneberger Haustechnik zahlt den KollegInnen der Großküche, allerdings in "flüssiger Form".

Nachdem alle Formalitäten abgewickelt waren, konnte der Maibaum (das Baamerl) ordnungsgemäß von den Krippenvätern im Garten der Zinneberger Krippe aufgestellt werden....und die Kinder sind um eine Erfahrung reicher: Stehlen ist grundsätzlich nicht erlaubt, außer wenn man in Bayern lebt und es sich um ein Maibaumsteckerl handelt. Das muss man/frau wissen, egal welchen Alters!

           

Mit vereinten Kräften! Na ja, so schwer is' er a wieder net, aber wunderschön - der Maibaum der Kinderkrippe!

Hinweis: Es sind noch Plätze frei in unserer Kinderkrippe Guter Hirte. Ab Sept. 2016 zwei weitere Gruppen: die "Schlüsselblumen-Gruppe" und die "Tautropfen-Gruppe"! Passend zum Frühling!

Besichtigungstermine und Information - immer am letzten Montag im Monat ab 16 Uhr!

Bitte, melden Sie sich an unter 08093-9087-46

 

Zinneberger Frühlingsgefühle

         

Zinneberger Frühjahrssingen mit 360 Gästen - ein alljährlicher "Frühlings-Renner" mit hervorragenden Musikgruppen, einer thematischen Ansage von Sr. Christophora, heuer zum Thema "So ein Theater" - rund um das 'richtige' und das Welten-Theater" und einem Bühnenbild, das den Frühling gerade zu hineinzaubert in Herz und Sinn! Herzlichen Dank hierfür unseren Kolleginnen vom Klosterladen Frau Reischl und Frau Zacherl! 

Bei der Gelegenheit möchten wir einer lieben ehrenamtlich tätigen Kollegin gedenken, die jahrelang auch beim Zinneberger Frühjahrsingen und beim Frühlingsmarkt unermüdlich und mit großer Freude mitgeholfen hat: Frau Anneliese Endisch. Sie verstarb am 9. März und erlebt sicherlich jetzt die Schönheit und die Fröhlichkeit des ewigen Frühlings!   

Wir denken an Dich, liebe Anneliese, in freundschaftlicher Verbundenheit und aufrichtigem Dank!

Freuen wir uns auf den Frühling und auf das Osterfest! Es ist ein Fest der Hoffnung, des Neubeginns! Christus ist auferstanden - das ist die Botschaft, die uns Christen tragen soll! Auch nah mancher Durststreck, nach Leid und Kreuz ist neues Leben möglich! Stehen auch wir immer wieder auf! 

Eine schöne Frühlingszeit Ihnen allen!

Der Zinneberger Osterbrunnen 2016 im Schlosspark! Besuchen Sie ihn und uns auf Schloss Zinneberg, dem Schloss mit dem "gewissen Etwas"!

 

 Richlinien, die durch den Magen gehen - Grundsätze unseres fachlichen Handelns

In einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit 12 unterschiedlichen Bereichen gibt es eine Menge an Verfahren, Bestimmungen, gesetzlichen Vorgaben. Hinzu kommen das Leitbild und spezielle Richtlinien des Trägers, aktuelle Themen in der Pädagogik, die Beachtung finden müssen. Wer kennt sich in dieser Vielfalt noch aus, wie sind die Zusammenhänge??? Diese Fragen versucht ein Konzept zu beantworten, das in Zinneberg vor einiger Zeit erarbeitet wurde: "Grundsätze unseres fachlichen Handelns". Es soll einen Überblick schaffen. Im Rahmen eines Workshops bzw. einer Werkstatt, wie Einrichtungsleitung, Sr. Christophora Eckl, betonte, weil die TeilnehmerInnen gefordert waren selbst tätig zu werden,  sollte dieses Konzept allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern näher gebracht werden.

Die Richtlnien des Trägers geben grundsätzliche Werte vor, ohne die es in der Zusammenrbeit nicht geht: hierzu zählen: an der Würde des Einzelnen orientiert, Wertschätzung, Integrität, Diskretion, respektvoller Umgang. Egal ob Kind, Jugendlicher, junger Erwachsener und Mitarbeiter - sie alle haben ein Recht auf eine sichere Umgebung, die persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. Um diese Vorgaben in die Realität umzusetzen, sind neben den fachlichen Inhalten vor allem  Haltungen vonnöten, die es gilt im pädagogischen Alltag und in der Zusammenarbeit zu realisieren - Ressourcenorientierung, Individualisierung und Gemeinsinn, auf Nachhaltigkeit achten, Inklusion, offene Kommunikation, kritische Lebensbejahung, Partizipation.

In verschiedenen Gruppenarbeiten wurden diese Inhalte "schmackhaft" gemacht - im wahrsten Sinne des Wortes, denn neben Malen eines gemeinschaftlichen Bildes (Individualisierung muss immer auch auf Gemeinsinn ausgerichtet sein), einer Austausch- bzw. Theatergruppe, wurde in einer Werkstatt auch gekocht. Inklusion verdeutlichte Küchenleiter Bernhard Hinterseher, z.B. anhand der Zubereitung eines Pichelsteiners bzw. eines Obstsalates. Jede und jeder durfte sich dabei als wichtig, bereichernd für das Ganze, anteilnehmend und tätig erleben. Ganz zu schweigen von den verschiedenen Zutaten, die verdeutlichten, dass jedes Stück seinen Beitrag für ein gelungenes Ganzes liefert.

Herzlichen Dank dem Vorbereitungsteam: Gabi Fercher, Conny Steidl, Sr. Christophora Eckl, Michaela Albert, Birgit Halik und besagter Bernhard Hinterseher, der Richtlilnien durch den Magen gehen ließ.

 

   

Wir stehen für Partizipation, Inklusion, Nachhaltigkeit, Individualisierung, Gemeinsinn, kritischer Lebensbejahung, Offene Kommunikation - d.h. aber auch sich damit immer wieder auseinander setzen - ob künstlerisch, kreativ, beim Kochen oder im Alltag mit seinen Herausforderungen! Da ist es oft am Schwierigsten!

Da fehlt noch einer/eine! Teil eines Ganzen sein als Persönlichkeit mit Stärken, Schwächen!

"Leben in Fülle"

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